Ältester Briefmarkensammlerverein Deutschlands


 

 

Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

Auf Grund der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, fallen alle Veranstaltungen im November aus. Weitere Informationen dazu unter Aktuelles bzw. Termine. 



Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben.

In Krisenzeiten muss man manchmal einfach etwas improvisieren. Da in Folge der Corona-Krise ab März keine Veranstaltungen stattfinden konnten, haben wir uns entschlossen, den ausgefallenen 5-Minuten-Vortrag von Jürgen Reichert für die Allgemeinheit zugänglich auf unsere Homepage zu stellen. Ganz aktuell ergänzt mit der ältesten Darstellung einer Stadtansicht auf Briefmarken von 1850.

Ebenso haben wir zu zwei Neuheiten der letzten Monate jeweils einen Artikel eingestellt. Den 300. Geburtstag des Freiherrn von Münchhausen würdigt unser Mitglied Dr. Axel Eska. Thomas Wünsche informiert über den Leuchtturm Schleimünde und erläutert die Hintergründe der Markengestaltung.

Einen kompletten Überblick  über alle Veranstaltungen sowie die Details zu Vorträgen, aktuellen Veranstaltungen und Beiträgen finden Sie unter Termine. Den kompletten Terminplan gibt es auch zum Ausducken.

Wer Lust auf eine völlig ungezwungene Fachsimpelei unter Dresdner Philatelisten hat, der kann gerne einmal beim Dresdner Philatelistentreff vorbeischauen.

Jedes Jahr im März führen wir unsere Jahreshauptversammlung durch. Den Jahresbericht unseres Vorsitzenden für das Vorjahr können Sie hier nachlesen. "Coronabedingt" mussten wir unsere für März geplante Hauptversammlung verschieben. Wir konnten die Hauptversammlung nunmehr am 6. Oktober 2020 durchführen.

Unsere Vereinswanderung führte uns diesmal ins Weißig-Schönfelder Hochland. Einen Bericht mit Bildern gibt es im Rückblick.

In einer neuen Rubrik stellen wir ausgewählte Publikationen unserer Mitglieder in den Printmedien vor. Darin enthalten ist ein Artikel zu 500 Jahre Annaberger Kät und dazu passend ein Artikel zum Rechenmeister Adam Riese.

Mit freundlicher Genehmigung der Autoren können wir Ihnen auch einige ausgewählte philatelistische Videos zeigen.

Philatelistische Beiträge mit Bezug zu unserer Heimatstadt Dresden finden Sie unter dem Thema Dresden-Philatelie. Diesen Punkt wollen wir zukünftig systematisch ausbauen. Neu eingestellt wurde der 5. Teil zu den Dresdner Elbbrücken mit der Flügelwegbrücke sowie die ersten zwei Teile zur neuen Serie Dresdner Museen mit dem Deutschen Hygiene-Museum und dem Verkehrsmuseum Dresden.

Jeden Monat küren wir eine philatelistische Webseite zur Homepage des Monats.

Für Fragen, Hinweise und Anregungen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder schreiben Sie uns an die folgende Adresse eine Email: ipv1877dresden@t-online.de

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten... Zuvor lohnt sich aber noch ein Blick auf unseren:


Beleg des Monats

(vorgestellt von Thomas Wünsche, IPV)

Philatelistisch bietet der aktuelle Beleg des Monats wenig. Ein postalisch beförderter (codierter) portogerechter Standardbrief mit einem Sonderstempel. Aber hinter dem Motiv und dem Ausgabeanlass des Sonderstempels „Willkommen zurück – Viermastbark Peking“ verbirgt sich eine interessante Geschichte…



Standardbrief mit Sonderstempel "Willkommen zurück, Viermastbark Peking"

Anfang des 20. Jahrhunderts, als alle Reeder ihre Flotten schon fast komplett auf Dampfschiffe umgestellt hatten, gab die Hamburger Reederei F. Laeisz den Bau von acht Segelschiffen in Auftrag. Traditionell begannen die Namen der Schiffe mit einem "P". Da sie allesamt sehr flott unterwegs waren und dabei mehrere Rekorde aufstellten wurden sie auch anerkennend Flying P-Liner genannt. Eines dieser Schiffe war die „Peking“, die 1911 auf der Hamburger Werft Blohm & Voss vom Stapel lief. Die 115 Meter lange Viermastbark war für die Salpeterfahrt nach Chile konzipiert. Sie hatte keine Maschine und konnte sich nur mit Hilfe ihrer 32 Segel fortbewegen. Bereits am 22. Juni 1911 startete die „Peking“ zu ihrer Jungfernfahrt in Richtung Südamerika. Nach mehreren erfolgreichen Reisen auf dieser Route wurde sie zu Beginn des ersten Weltkrieges in Chile für 6 Jahre interniert. Nach dem Ende des Krieges sollte das Schiff als Reparationsabgabe an Italien gehen.  Dort konnte man aber (glücklicherweise) nichts mit einem Segler anfangen. Deshalb kaufte die Reederei F. Laeisz 1923 ihr eigenes Schiff für 8.500 Pfund zurück. Bis 1932 war es dann wieder zwischen Europa und Chile im Einsatz und beförderte Salpeter. Dabei umrundete es insgesamt 34 Mal das bei allen Seeleuten gefürchtete Kap Hoorn. 1932 wurde es nach England verkauft, in „Arethusa“ umbenannt und als (fest liegendes) Schulschiff bis 1974 genutzt. Im Jahr darauf wurde das Schiff dann über den „großen Teich“ nach New York geschleppt. Das dortige South Street Seaport Museum hatte die Bark für 70.000 Pfund erworben.



Brief von New York nach Stuttgart mit Cachetstempel der "Peking"

Sie erhielt ihren alten Namen “Peking“  zurück und wurde teilweise wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Durch den chronischen Geldmangel des Museums verschlechterte sich aber im Laufe der Zeit die Beschaffenheit des Schiffes und das Museum überlegte, sich von ihm zu trennen. Nach langen Verhandlungen beschloss 2015 der deutsche Bundestag die „Peking“ für das Hafenmuseum Hamburg zu erwerben. Der Haushaltsausschuss stellte für die Rückholung und Restaurierung 26 Millionen Euro bereit. Da die „Peking“ zwar noch schwimmfähig aber keineswegs seetauglich war, wurde sie 2017 mit dem Dockschiff „Combi Dock III“ quasi Huckepack nach Brunsbüttel überführt. Die 3 Jahre andauernde Restauration erfolgte auf der Peters-Werft. Am 7. September 2020 (Datum des Sonderstempels) kehrte die „Peking“ in neuem Glanz in ihre alte Heimatstadt Hamburg zurück.

Am Ende noch ein Dankeschön an die Sonderstempelstellen der Deutschen Post AG für die qualitativ hochwertigen und sauberen Abschläge der Sonderstempel.

Quellen:


Weitere interessante Belege der Vormonate findet Ihr nachfolgend per Klick: