Urlaubskarte mit "mobiler Briefmarke"
Man befindet sich im Urlaub und will seine Eindrücke davon, notiert auf einer Ansichtskarte, an seine Freunde senden. Vor Ort ist aber nirgendwo eine geöffnete Post zu finden auf der man die zum Versand notwendige Briefmarke kaufen kann ...
So erging es 2022 Freunden im Urlaub in Wolfenbüttel. Weit und breit keine Post und die Ansichtskartenverkäufer hatten ihre Bestände an Briefmarken nach Corona noch nicht wieder aufgefüllt. Genau für diese Fälle bietet die Post noch eine andere Art der Freimachung - Die Mobile Briefmarke (aktueller Produktname: #PORTO).
Benötigt werden ein Stift und ein Smartphone mit der "Post & DHL App". In der App wählt man das Porto aus und drückt den Button "Code zum Beschriften". Bezahlen kann man gleich online. Danach erhält man einen Code, der aus dem Wort: #PORTO und einer 8-stelligen Zeichenfolge besteht. Diesen Code schreibt man auf die Karte und ab damit in den Briefkasten (den nächstgelegenen Briefkasten kann man auch mit der App suchen).
Ganz neu ist das Produkt aber nicht. Es wurde bereits 2008 unter dem Namen Handyporto eingeführt. Die Mobile Briefmarke löste dann 2020 das Handyporto ab.
Leider kann man bei dieser Art der Freimachung später nicht feststellen, wann und an welchem Ort die Sendung aufgegeben wurde. Das ist schon mal ein Nachteil für uns Philatelisten. Denn eine Entwertung durch einen Poststempel ist nicht vorgesehen.
Vorderseite der Urlaubskarte mit der Fussgängerzone Krambuden

